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Aus der Geschichte unserer Heimat

 

Historisches aus dem Ort Brennengrün am Rennsteig

 

Die Eisenhütte mit Stabfeuer und Hochofen am Dobragrund wurde um 1705 durch die Familie Löwel errichtet ,Nachkommen von Johann Nikol Wild (auch "alter Wild" genannt ).Er stammt aus Grumbach Aus der Familie stammt auch der 1927 verstorbene Lehestener Pro£ Albert Neumeister.

 

In den Jahren 1757 1781 erwarb der Gerichtsamtmann Brenner aus Probstzella das Waldvorwerk von Lehesten und nannte es Brennersgrün. Mitten durch den Ort führte der Rennsteig. Dieser frühere Grenz und spätere Wanderweg wurde 1578 erstmals als solcher genannt, obwohl Urkundlich der Rennsteig des Thüringer Waldes ausdrücklich und wiederholt im Frankenstein’schen Kaufbrief vom 10.August 1330 schon erwähnt wird.

 

Sehr arm und ungläubig waren die Brennersgrüner in jener Zeit. Sie arbeiteten vor allem in den Schieferbrüchen und im Wald. Auch als Tafelmacher verrichteten sie Heimarbeit, einige waren Köhler. Nur zwei Bewohner sollen in jener Zeit als " wohlhabend " gegolten haben.

 

Durch Feuer zerstört wurde im Jahre 1821 der größte Teil des Hüttenwerkes im Dobragrund. Die stehen gebliebenen Häuser wurden abgerissen, und die Bewohner siedelten nach Brennersgrün um.

 

Eine Schule wurde im Jahre 1841 in Brennersgrün gebaut. Bis zum Jahre 1844 war Andreas Friedrich Eichhorn aus Oberneubrunn erster Lehrer. Vorher war Lehesten Schulort gewesen.

 

Im Jahre 1855 nahm der Schieferbruch " Mackenroth “ ( Weberbruch ) am Kirchsteig die Arbeit auf.

 

Eine Keuchhustenepidemie suchte im Frühjahr 1856 die Gemeinde Brennersgrün heim. Einige Kinder starben an dieser Krankheit.

 

Der Straßenbau von Lehesten nach Brennersgrün wurde im Jahre 1879 vollendet.

 

Nach Amerika abgeschoben wurde im September 1885 die Brennersgrüner Familie Pohl. Sie war im Ort und in der Umgebung gefürchtet wegen Diebstählen und Vagabundieren. Die Kosten des Abschiebens trug der Staat. Aus dieser Zeit stammt wohl auch der Spruch: „Wanderer, meidet diesen Ort…“!!!!!

 

Ein starker Blitzschlag führte am 6. August 1890 bei starkem Gewitter dazu, dass in einem Wohnhaus eine Mutter und ihr Sohn betäubt wurden. Das Haus brannte ab.

 

Erschossen aufgefunden wurde am 20. Mai 1894 im Rohrbach in der nähe des Wachtersbruches der Forstwart Birnstiel aus Brennersgrün. Er hatte einen Wilddieb überrascht, nämlich den auf dem Webersbruch wohnenden Schieferarbeiter Franke mit seinem etwa zehnjährigen Sohn. Bei der körperlichen Auseinandersetzung unterlag Franke, forderte seinen Sohn auf, auf den Förster zu schießen. Der Sohn tat das mit der Stockflinte. Sein Grabstein steht heute noch auf den Friedhof in Brennersgrün.

 

Eine neue Schule wurde in Brennersgrün am 16. Dezember 1894 eingeweiht. Es ist ein staatliches Gebäude mit zwei großen Klassenräumen, zwei Lehrerwohnungen sowie Glockenturm mit Glocke und Uhr.

Eingeweiht wurde am 20.07.1902 der Bismarckturm auf dem Wetzstein in der nähe von Brennersgrün.

 

Telefon erhielt die Gemeinde Brennersgrün im Jahre 1920. Es war ein öffentlicher Anschluss im Gasthaus" Zum Rennsteig " der Familie Färber

 

Eine Arztpraxis eröffnete im Februar 1922 Dr.med. Fritz Weiß in Lehesten und betreute auch die Bewohner von Brennersgrün mit.

 

Wasserleitung bekamen die Brennersgrüner 1932.Die Quellen im" Großen Grund" zwischen Brennersgrün und Grumbach wurden erfasst und das Wasser zum Hochbehälter am südlichen Ortsausgang gepumpt.

 

Kanalisiert wurde Brennersgrün 1936.Gleichzeitig wurde die Dorfstraße mit einer Asphaltdecke versehen.

Im Jahre 1937 hatte Brennersgrün zwei Gaststätten. Besitzer waren damals Willy Färber (Gasthof "Zum Rennsteig " )und Gotthard Färber ( Gasthaus" Zum Grünen Wald" )          Im ganzen Ort standen ca. 80 Betten für die Urlauber bereit. Für die" Sommerfrische Brennersgrün " wurde sogar ein Prospekt gedruckt.

 

Im Jahre 1939 hatte Brennersgrün 303 Einwohner

 

Der 2. Weltkrieg hinterließ auch in Brennersgrün seine Spuren. Viele Einwohner mussten diesen Wahnsinn mit ihren Leben bezahlen. Ein Grabstein erinnert auf dem Friedhof heute noch an diese Menschen.

 

1953 begann man mit dem Bau von Baracken für die damalige Kasernierte Volkspolizei.

 

Im Herbst 1961 wurden durch die Stasi 5 Familien aus Brennersgrün ausgesiedelt. Unter ihnen war auch die Familie Erich Sinnig die nach Kahla abgeschoben wurde.

 

1965 wurde ein ganz neues Gelände mit Gebäude für die NVA ca. 200 Meter hinter Brennersgrün in Richtung Lehesten errichtet. Mittlerweile wurde dieses Abgerissen und ein großer Parkplatz ist entstanden.

 

1971 brannte es bei der Familie Fiedler im Forsthaus Nr. 1. Der Dachboden wurde zerstört.

 

1977 wurde die Straße von Brennersgrün nach Grumbach fertig gestellt.

 

Am 27.Juni 1979 wurde der Bismarckturm auf den Wetzstein bei Brennersgrün gesprengt Er musste für die Abhöranlagen der NVA und der Stasi weichen.

 

9 November 1989 Die Grenze Fällt

 

Auch an Brennersgrün ging der Beginn der Wende nicht einfach so vorbei. Am 23.Dezember 1989 eröffnete der Grenzübergang Brennersgrün Tschim. Hunderte feiern in Ost und West.

 

Am 28.April 1990 war Rennsteigeröffnung mit der Tour Brennersgrün  Spechtsbrunn. Nun ist der Rennsteig wieder durchgehend bewanderbar.

 

Der Sauerbrunnen wird 1993 feierlich Eingeweiht. Über 130 Leute waren damals auf den Beinen. Viele Bürger aus Brennersgrün halfen mit um dieses herrliche Stück Erde wieder herzurichten.

 

Am 6.11.1993, nach über 40 Jahren öffnet das Gasthaus" Zum Grünen Wald" wieder seine Türen. Besitzer sind heute Iveta und Roland Mahler.

 

11.April 1999 Erster Spatenstich für den neuen Altvaterturm auf den Wetzstein.

 

11.Mai 2002 Richtfest für den Altvaterturm auf den Wetzstein bei Brennersgrün.

 

Am 28.29. August 2004 findet die feierliche Eröffnung des Altvaterturmes auf dem Wetzstein statt.

 

Heute hat Brennersgrün noch ca. 180 Einwohner und ihr Spitzname ist immer noch die

"WALDFINKEN"

 

 

Lieblingsspeisen früher wie heute sind immer noch:

 

Erdäpfelskiechle un sießer Malzkaffee

Eingeschniedene Erdäpfel un Kaka

Warschtsuppenstickle aber auch Griene Kließ un Fläsch

 

 

 

 

 

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